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Beyond KI · Inhouse-Training für juristische Teams

Woher künftig die Mandate kommen

Künstliche Intelligenz übernimmt Recherche, Analyse und Standardentwürfe. Was sie nicht übernimmt, entscheidet dann über den Auftrag: Judiz, Vertrauen, Präsenz. Zwei Tage, in denen juristische Teams genau daran arbeiten.

Zwei Tage in Präsenz  ·  Bei Ihnen vor Ort  ·  Für Kanzleien und Rechtsabteilungen

Unverbindliches Vorgespräch vereinbaren 15–20 Minuten. Wir klären Zielsetzung, Format und Rahmen.

Oder als offenes Seminar bei der BeckAkademie zwei Tage, München

Dr. Daniel Halft im Gespräch

Die These

Mandate folgen Menschen

Als Richter am Landgericht Berlin habe ich viele Anwältinnen und Anwälte erlebt. An die meisten erinnere ich mich nicht mehr. An manche schon, und zwar nie wegen ihrer Schriftsätze.

Sondern weil sie in der mündlichen Verhandlung ohne langes Schwafeln erklären konnten, worum es ihnen ging. Weil sie zuhörten. Weil ich ihnen glaubte, was sie sagten.

Später saß ich auf der anderen Seite, dreizehn Jahre als Syndikus. Wir haben selbst Kanzleien beauftragt. Mandatiert wurden am Ende die, bei denen wir nach dem ersten Telefonat schlauer waren als vorher. Und bei denen wir ein gutes Gefühl hatten.

Der Rechtsmarkt führt das ständig selbst vor. Wechselt eine Partnerin die Kanzlei, gehen die Mandanten erstaunlich oft mit. Nicht das Kanzleischild hält sie, nicht der Markenname, nicht die Wissensdatenbank.

Über den Preis gewonnen werden 4 Prozent der Mandate. Zwei Drittel gehen auf Reputation und Vertrauen zurück.

  • 30 % bestehende Mandanten
  • 19 % Empfehlung
  • 17 % Menschen und Charakter der Kanzlei

LawNet, 2019: knapp 70.000 Mandantenbefragungen und 5.000 anonyme Erfahrungsberichte aus sechs Jahren, erhoben im Rahmen des ISO-9001-geprüften Excellence Mark. Erhoben im britischen Markt.

Dr. Daniel Halft auf der Bühne des DICO-Forums 2024
© DICO/Thomas Ecke

Was sich verschiebt

Was die Maschine abräumt, legt sie zugleich frei

Bisher floss ein großer Teil der juristischen Arbeit in Routinen. Recherchieren, prüfen, Standardklauseln formulieren, Schriftsätze aufsetzen. Das übernimmt die KI jetzt, schnell, günstig und in passabler Qualität. Damit verliert das rein Technische seinen Marktwert. Es wird zur Ware, die alle haben.

Die KI ersetzt den Menschen dabei nicht, sie verschiebt seine Rolle. Sie liefert Rohstoff, und Rohstoff ist noch keine Beratung. Es braucht jemanden, der das Material in die konkrete, oft unscharfe Lage des Mandanten übersetzt, der das Urteil fällt und dafür geradesteht. Eine KI stand noch nie vor Gericht und wird von keinem Mandanten zur Rechenschaft gezogen.

Je mehr die Maschine vom analytischen Teil übernimmt, desto stärker wirkt das, was sie nicht kann. Wie jemand im Raum steht. Ob er zuhört. Ob er Spannung aushält.

Persönlichkeit ist deshalb keine Beigabe zur eigentlichen Arbeit. Sie war immer der Kern guter Beratung, nur überdeckt vom vielen Fachhandwerk. Aus dem Kopf herauszukommen behandeln wir dabei nicht als Wellness-Thema, sondern als berufliche Fähigkeit. Raum halten ist juristisches Können.

Inhalte

Woran die Teilnehmenden arbeiten

Im Mandat

  • Vertrauen bewusst herstellen statt darauf zu hoffen
  • KI-Ergebnisse in die Sprache und die Lage des Mandanten übersetzen
  • Zuhören als Technik, nicht als Charaktereigenschaft

Unter Druck

  • Judiz auch dann aufbringen, wenn die Lage unklar ist
  • Sich selbst regulieren, bevor man reagiert
  • Spannung in Verhandlung und Konflikt aushalten

Im Team

  • Die eigene Wirkung kennen und bewusst einsetzen
  • Annehmen und darauf aufbauen statt reflexhaft abzublocken
  • Psychologische Sicherheit als Führungsaufgabe verstehen

Ablauf

So läuft die Inhouse-Schulung ab

  1. 1

    Die Zukunft der Rechtsberatung

    • Was KI übernimmt und was dadurch wertvoller wird
    • Judiz, Erfahrung und Vertrauen als Unterscheidungsmerkmal
    • Der ehrliche Blick auf den eigenen Anmeldegrund
  2. 2

    Urteilskraft und persönliche Wirkung

    • Judiz unter Druck
    • Selbstwahrnehmung und Selbstregulation
    • Die eigene Persönlichkeit sichtbar machen
  3. 3

    Kontakt und Kommunikation

    • Wie Vertrauen entsteht und woran es scheitert
    • KI-Ergebnisse menschlich übersetzen
    • Neuropsychologische Einordnung statt Küchenpsychologie
  4. 4

    Mandantenbeziehung und Verhandlung

    • Anschlussfähigkeit und Erwartungsmanagement
    • Status und Einfluss in Verhandlungsszenen
    • Eine Mikro-Routine für den Montag danach

Das Team

Drei Perspektiven in einem Raum

Dieses Format halte ich nicht allein. Es lebt davon, dass drei Blickwinkel zusammenkommen, die sonst selten im selben Raum sind.

  • Recht. Ich selbst: Rechtsanwalt, früher Richter am Landgericht Berlin, dreizehn Jahre General Counsel. Die juristische Substanz und die Frage, warum das alles im Mandat zählt.
  • Neuropsychologie. Eine promovierte Neuropsychologin bringt emotionale Intelligenz, Selbstregulation und den wissenschaftlichen Unterbau ein, damit aus Erfahrung nicht bloß Anekdote wird.
  • Improvisation. Ein Schauspieler und Trainer für Improvisation macht das Ganze erfahrbar: Responsivität, Status, Annehmen und Daraufaufbauen. Keine Auflockerung zwischendurch, sondern eine der beiden tragenden Methoden.

Im Mittelpunkt steht nicht Wissen, sondern Erleben. Hoher Praxisanteil, viel Reflexion, wohlwollender Austausch unter Peers. Fachliche Impulse aus Rechtsmarkt, Neurowissenschaft und positiver Psychologie kommen dort dazu, wo sie tragen.

Zwei Tage, in Präsenz

Der Aufbau lebt von der Nacht dazwischen: erst das Selbst, dann der Kontakt. Als Online-Format funktioniert das nicht.

Bei Ihnen vor Ort

Inhouse für Kanzleien und Rechtsabteilungen. Gebraucht wird ein Raum, in dem man auch stehen und sich bewegen kann.

Für wen

Partner:innen, Counsel, Inhouse-Leitungen und alle mit Mandanten- oder Teamverantwortung. Ambitionierte Associates ausdrücklich eingeschlossen.

Erleben statt Folien

Übungen, Szenen und Reflexion bauen aufeinander auf. Wer lieber zuhört, kommt trotzdem mit: Freiwilligkeit gehört zur Methode.

Dr. Daniel Halft als Referent auf dem DICO-Forum

© DICO/Thomas Ecke

Auch als offenes Seminar

Beyond KI bei der BeckAkademie

Wer das Format erst einmal kennenlernen möchte, ohne es gleich für die eigene Organisation zu buchen, kann es als offenes zweitägiges Präsenzseminar bei der BeckAkademie besuchen. Konzept und inhaltliche Leitung liegen bei mir.

Nächster Termin: in Abstimmung. Schreiben Sie mir kurz, dann sage ich Ihnen Bescheid, sobald er feststeht.

Häufige Fragen

Was vorab häufig gefragt wird

Für wen ist das Training gedacht?

Für Jurist:innen mit Mandanten- oder Teamverantwortung: Partner:innen, Counsel, Leitungen von Rechtsabteilungen, ebenso für ambitionierte Associates. Vorkenntnisse zu KI sind nicht nötig.

Ist das ein KI-Training?

Nein. KI ist die Ausgangslage, nicht der Gegenstand. Es geht um das, was bleibt, wenn die Routinen automatisiert sind. Wenn Sie Ihr Team im Umgang mit KI schulen möchten, passen die Inhouse-Schulungen für Rechtsabteilungen oder Kanzleien besser.

Sind das nicht einfach Soft Skills?

Der Begriff verharmlost es. Judiz unter Druck, Vertrauen im Erstgespräch und Präsenz in der Verhandlung sind keine Randkompetenzen, sondern das, wofür Mandanten zahlen. Sie galten nur lange als selbstverständlich.

Warum zwei Tage? Geht auch einer?

Der Aufbau geht von innen nach außen: erst die eigene Wahrnehmung, dann der Kontakt, dann die Bewährung in Mandat und Verhandlung. Dazwischen braucht es eine Nacht. Ein Tag ist möglich, wird aber ein flacheres Format. Das sage ich Ihnen im Vorgespräch offen.

Müssen die Teilnehmenden Theater spielen?

Niemand muss etwas tun, das sich falsch anfühlt. Die Übungen bauen aufeinander auf, damit sich am Ende auch die exponierteren Formate sicher anfühlen. Freiwilligkeit ist Teil der Methode, nicht die Ausnahme davon.

Wie läuft die Buchung ab?

Über ein kurzes, unverbindliches Vorgespräch. Darin klären wir Zielsetzung, Teilnehmerkreis, Zusammensetzung des Referententeams und den organisatorischen Rahmen. Anschließend erhalten Sie ein individuelles Angebot.

Nächster Schritt

Passt das für Ihre Organisation?

Gern kläre ich in einem kurzen, unverbindlichen Gespräch, ob dieses Format zu Ihrer Kanzlei oder Rechtsabteilung passt und in welcher Zusammensetzung.

Unverbindliches Erstgespräch vereinbaren Keine Beratung, kein Verkaufsdruck. Ausschließlich zur Orientierung.